Nachlese 2026

Die Zweijährigen

Die Zweijährigen – Blühende Highlights für den Garten

Mit vielen farbenprächtigen Bildern, zum Großteil aus dem eigenen Garten, informierte Christine Bender die Zuhörer über diese Gruppe von Blühpflanzen. Christine Bender ist die Geschäftsführerin des Bezirksverbandes Unterfranken der Obst- und Gartenbauvereine. Sie war eigens aus Kolitzheim zu diesem Vortrag gekommen. Eingeladen hatte der Obst- und Gartenbauverein Goldbach.

Was nun sind diese Zweijährigen? Einjährige Pflanzen werden im Frühjahr gesät und blühen in der gleichen Vegetationsperiode. Auch zweijährige Pflanzen blühen nur einmal, benötigen hierfür allerdings zwei durch Frost (oder in anderen Gegenden Trockenheit) getrennte Vegetationsperioden. Im ersten Jahr nach der Keimung bilden sie nur Wurzeln und Blattwerk aus, um Nährstoffe zu speichern – die Ausbildung der Blüten und der Früchte mit den Samen dagegen erfolgt erst in der zweiten Vegetationsperiode, also nach dem Frost. Nach der Reife der Samen jedoch sterben auch die Zweijährigen, wie die Einjährigen, stets ab.

Typische Beispiele unter den Blumen sind Fingerhut, Stockrose, Königskerze, Nachtkerze, Akelei, Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Goldlack. Sie alle wurden mit herrlichen Bildern vorgestellt. Bei den Gemüsen und Kräutern sind es zum Beispiel Möhre, Zwiebel, Rote Bete, Petersilie, die im zweiten Jahr blühen würden und daher schon im ersten Jahr geerntet werden.

Dadurch, dass die Zweijährigen im ersten Jahr nur Wurzeln und Niederblätter bilden, brauchen sie nicht viele Nährstoffe, also keine Düngung. Dadurch, dass sie schon tiefe Wurzeln gebildet haben, brauchen sie im zweiten Jahr wieder keine Düngung um ihre schönen Blüten hervorzubringen. Sie sind somit absolut pflegeleicht.  Die zweijährigen Pflanzen versamen sich von selbst und sorgen damit für eine natürliche Nachfolge im Garten. Aber natürlich kann man die Samen auch gezielt ernten und an anderen Stellen wieder aussäen. Einen besonderen Trick verriet Frau Bender noch, den man in keinem Buch findet: Schneidet man die Pflanze im zweiten Jahr eine Handbreit über dem Boden ab und hindert sie dadurch zu blühen und Samen zu bilden, dann treibt sie aus der Wurzel drei neue Stängel. Man kann davon im nächsten Jahr erneut ein oder zwei Austriebe abschneiden und erhält letztlich eine ganze Gruppe von blühenden Stängeln aus einer einzigen Wurzel.

Nach sechzig interessanten Minuten war noch genügend Gelegenheit, Fragen zu beantworten. Eigentlich sind die Zweijährigen sehr robust und gegen Pflanzenkrankheiten resistent. Häufiger ist lediglich der Malvenrost an den Stockrosen. Hier rät Frau Bender dazu, die unteren, befallenen Blätter frühzeitig zu entfernen. 1 Liter Buttermilch mit 10 Liter Wasser gemischt ist ferner ein probates Spritzmittel gegen diesen Pilz.

Die große Liebe von Frau Bender sind neben den Zweijährigen die Rosen. Und so zeigte sie zum Ende der Veranstaltung einen Videoclip über die Schönheit, Vielfalt und Verwendung von Rosen für Getränke und Leckereien.

Der stellvertretende Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Goldbach Thomas Orschler bedankte sich zum Abschluss sehr herzlich bei Frau Bender.

 
     
 
     
 
     
 
     
 

 

 

Felsenbirne 02. 02. 2026

Am Seiteneingang zum Hauptschiff der St. Nikolauskirche hat der Obst- und Gartenbauverein Goldbach vor einigen Jahren eine Pflanzecke angelegt. Die Felsenbirne als zentraler Anziehungspunkt ist inzwischen zu groß geworden. Auch bereitet sie viel Arbeit und daher auch Ärgernis durch die vielen kleinen blauen Beeren, die auf die Sandsteintreppe im Herbst herunterfallen. Jetzt wurde sie von der Baumschule Augenweide - der Seniorchef Dieter Öchsner ist im Beirat des Vereins - ausgetauscht. Vielen Dank dafür!

     
 
     
 
     
 

 

Jahreshauptversammlung 01.02.2026

 
     
 
     
 
     
Die Jahreshauptversammlung 2026 war gut besucht. Begrüßung, Totengedenken, Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden, des Kassiereres und Kassenprüfbericht waren die üblichen Regularien. Es erfogten Ehrungen und die Bekanntgabe des Jahresprogrammes.